Pressemitteilung Nr. 153 / 2000 vom 20.11.2000

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NEUER PRÄSIDENT DER HOCHSCHULE FÜR GESTALTUNG IN OFFENBACH IN SEIN AMT EINGEFÜHRT

Ministerin Ruth Wagner wünscht Frank Mußmann viel Erfolg und verabschiedet offiziell Amtsvorgänger Prof. Wolfgang Luy

Offenbach/Wiesbaden - In Anwesenheit von Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner, ist heute der neue Präsident der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Frank Mußmann, in sein Amt eingeführt worden. Ministerin Wagner wünschte dem neuen Präsidenten viel Erfolg für seine neue Aufgabe. Mußmann bringe dafür durch seine bisherigen Tätigkeiten in verschiedenen Kunst-, Kultur- und Wissen-schaftsbetrieben beste Voraussetzungen mit. Gleichzeitig verabschie-dete Ministerin Wagner offiziell den bisherigen Präsidenten der Hoch-schule, Prof. Wolfgang Luy und dankte ihm für seine außerordentlich erfolgreiche Amtszeit seit 1996.
Der neue Hochschulpräsident Frank Mußmann, geboren am 12. Sep-tember 1943 in Wehrkichen, war nach dem Jurastudium zunächst in der Präsidialabteilung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt tätig und konnte hier von 1974 bis 1979 Erfahrungen in der Hochschul-verwaltung sammeln. Nach einer Zwischenstation im Bundesministerium für Forschung und Technologie wechselte Mußmann dann 1980 als Kanzler an die Offenbacher Hochschule für Gestaltung. Seit 1988 leitete er das Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt.
Ministerin Wagner bezeichnete Frank Mußmann als erfahrenen Kul-turmanager mit großen Kommunikationsfähigkeiten und einem hohen Maß an Flexibilität. Dies werde der Hochschule ebenso zugute kommen wie die Tatsache, dass der neue Präsident in seiner früheren Funktion als Kulturamtsleiter der Stadt Frankfurt bereits Erfahrungen mit den neuen Haushalts- und Steuerungstechniken in der Verwaltung - der allgemei-nen Budgetierung und der zentralen Ressourcenverantwortung auf der Basis der Kosten- und Leistungsrechnung - gesammelt habe.
Ministerin Wagner wies gleichzeitig auf den eingeleiteten Paradigmenwechsel in der Hochschulpolitik hin. Die Landesregierung habe mit dem Hessischen Hochschulgesetz bereits die Weichen gestellt, um Autonomie und Leistungskraft der Hochschulen im nationalen und Internationalen Wettbewerb zu stärken. Der Staat werde sich aus der Detailsteuerung zurückziehen. Ziel sei eine partnerschaftliche Weiterentwicklung der Hochschulplanung auf der Basis von Zielvereinbarungen mit den Hochschulen und den vom Land finanzierten Forschungseinrichtungen.
"Wir wollen Zielvereinbarungen, die den Hochschulen finanzielle Planungssicherheit für mehrere Jahre gewährleisten und im Gegenzug die von den Hochschulen zu erbringenden Leistungen definieren", sagte Ministerin Wagner. Die Entwicklung dieser Zielvereinbarungen, so die Ministerin, befinde sich derzeit in vollem Gange. Flankiert werde der Pro-zess von der Reform des Finanzwesens, das bedeute konkret die Um-stellung von der ausgabenorientierten Kameralistik auf leistungsorien-tierte Programmhaushalte mit Hilfe einer neuen betriebswirtschaftlichen Software und der doppelten Buchführung. Außerdem setze die Landes-regierung ihren Kurs fort, die finanzielle Ausstattung der Hochschulen zu verbessern. Der Etatentwurf 2001 sehe für das Wissenschaftsressort einen Zuwachs von rund 70 Millionen Mark vor, sagte Ministerin Wagner. Davon werde auch die Kunsthochschule in Offenbach profitieren. Mit zusätzlichen Investitionsmitteln in Höhe von 600.000 Mark solle in den kommen-den drei Jahren insbesondere die Sachausstattung im Bereich der neuen Medien ausgebaut werden.

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