Pressemitteilung Nr. 66 / 2001 vom 12.05.2001

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VERDIENSTORDEN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND FÜR PROF. DR. MED. FELIX ANSCHÜTZ

Wissenschaftsministerin Ruth Wagner überreicht vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung

Darmstadt/Wiesbaden - Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner, hat heute in Darmstadt dem früheren Direktor an der Medizinischen Klinik des Klinikums Darmstadt, Prof. Dr. med. Felix Anschütz, das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Ministerin Wagner sagte bei der Verleihung im Schloßmuseum Darmstadt, Anschütz erhalte die Auszeichnung für seine herausragenden Verdienste, die er sich in den letzten 30 Jahren nicht nur durch seine fachliche Tätigkeit im Klinikum Darmstadt und die Ausbildung der Studierenden, sondern auch durch sein Engagement in der Landesärztekammer Hessen und seinen weiteren ehrenamtlichen Einsatz im berufsständischen Bereich erworben habe. Ministerin Wagner würdigte Anschütz als einen der renommiertesten Internisten und führenden Kardiologen im Land und gratulierte ihm gleichzeitig zum 81. Geburtstag.

Prof. Dr. Felix Anschütz, geboren am 12. Mai 1920 in Kiel, studierte Medizin in Kiel, Göttingen und Hamburg. Nach Kriegsende setzte er sein Studium in Göttingen fort und legte dort im Dezember 1946 das Staatsexamen in Medizin ab.
Die Promotion folgte 1947, die Approbation erhielt er 1948. Nach seiner Weiterbildung zum Arzt für Innere Medizin konnte sich Anschütz 1956 habilitieren. 1963 arbeitete er als Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik in Heidelberg. Von 1964 bis zu seinem Ausscheiden 1985 war Prof. Dr. Anschütz Direktor an der Medizinischen Klinik des Klinikums Darmstadt. Unter seiner Leitung wurde das große Fach Medizin in fünf Spezialkliniken aufgeteilt.
"Professor Anschütz hat es durch seinen besonderen Führungsstil verstanden, ein exzellentes Arbeitsklima zu schaffen. Er hat sich intensiv um die Ausbildung der Studierenden gekümmert und sich zugleich in der klinischen Forschung insbesondere mit der seelischen Betreuung von Suizidpatienten im Krankenhaus und mit dem Schicksal von Pflegefällen beschäftigt", sagte Ministerin Wagner.

Anschütz, der mehrere berufsständische Auszeichnungen erhielt, engagierte sich von 1978 bis 1997 in der Landesärztekammer Hessen insbesondere für die Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten - unter anderem als Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildungbildung. Außerdem wurde Anschütz 1984/85 zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. gewählt





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