Pressemitteilung Nr. 49 / 2003 vom 20.03.2003

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Bundesverdienstkreuz am Bande für Peter-Emil Rupp

Ministerin Ruth Wagner: Auszeichnung für großen Einsatz beim Aufbau der neuen Bundesländer

Schlangenbad/Wiesbaden - Peter-Emil Rupp ist heute mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden. Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Ruth Wagner, überreichte die Auszeichnung stellvertretend für den Bundespräsidenten in Schlangenbad. Rupp erhalte die Auszeichnung für seinen großen Einsatz nach der Wiedervereinigung für den Aufbau in den neuen Bundesländern. Besonders in Sachsen, seiner Wahlheimat, habe er mit seiner ganzen Tatkraft an der Umgestaltung der Lebensverhältnisse mitgewirkt, sagte Ministerin Wagner.

Peter-Emil Rupp, am 25. April 1930 in München geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in Oelsnitz (Sachsen). Bereits im Alter von 15 Jahren engagierte sich Rupp als Mitglied der LDP in Sachsen. Nachdem er alle politischen Ämter verloren hatte und einem Rede- und Versammlungsverbot unterlag, flüchtete er 1948 nach dem Abitur nach Berlin (West). Nach seinem Umzug nach Wiesbaden wanderte er 1949 nach Australien aus. Dort war er bei General Motors unter anderem als Abteilungsleiter und Assistent des Produktionschefs beschäftigt. Es folgten Aufgaben als Leiter der Revisions- und Organisationsabteilung, als Stellvertretender des Vorstandes für Finanzen und Verwaltung sowie als Vorsitzender Geschäftsführer und Präsident bei VW Australien.

1975 wechselte Rupp zur Daimler Benz AG Stuttgart und war dort Leiter für Sonderprojekte im Iran, in Nigeria und der Volksrepublik China sowie Aufsichtsratvorsitzender in den jeweiligen Tochtergesellschaften. Es folgten verschiedene Aufgaben in den Vereinigten Staaten: Von 1980 bis 1982 war er Präsident der Euclid Inc./Daimler Benz in Cleveland, bis 1988 war er Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident der Freightliner Corporation/Portland U.S.A. und Canada. Von 1988 bis 1989 fungierte er als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Daimler Benz of North America Holding Company und Freightliner USA und Canada sowie als Aufsichtsratsmitglied der Mercedes Benz of North America und Mercedes Credit Corporation. Nach dem Eintritt in den Ruhestand kehrte Rupp 1990 nach Deutschland zurück.

Rupp leistete nach seiner Rückkehr große Mithilfe beim Aufbau der neuen Bundesländer im Unternehmungsbereich 1 der Treuhandanstalt Berlin als Sonderbeauftragter und Direktor in Sachen Flugwesen und Flughäfen. Er war in Aufsichtsräten von Treuhandbetrieben tätig wie der Takraf AG und Baukema AG in Leipzig. Darüber hinaus hatte er die Funktion des Stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden bei der Veritas GmbH in Wittenberge und der Halbmondteppichwerke GmbH Oelsnitz inne. In den Jahren 1992 bis 1993 war er als Industriebeauftragter der Sächsischen Landesregierung im Rahmen des Atlas Projektes tätig. Daneben war er bis 1994 als Mittelstandsberater in Sachsen aktiv.

Ministerin Wagner hob außerdem das politische Engagement Rupps hervor. Er war nach seiner Rückkehr nach Deutschland im F.D.P.-Ortsverband Schlangenbad aktiv. 1992 wurde er als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Seine Verdienste gingen weit über das kommunalpolitische Geschehen hinaus. Er war Bindeglied zu übergeordneten Organisationen und Berater in allen politischen Fragen, so Wagner. Als Delegierter vertrete er den Ortsverband und den F.D.P.-Kreisverband Rheingau-Taunus bei Landes- und Bundesparteitagen.

Rupp zeichne sich außerdem, so Ministerin Wagner, durch seine langjährige Tätigkeit als Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung aus. Hier habe er sich aufgrund seines wirtschaftlichen Sachverstandes als Mitglied des Finanzausschusses besondere Verdienste erworben. Angesichts der dramatischen Reduzierung der öffentlichen Zuschüsse für die politischen Stiftungen habe er sich in diesem Zusammenhang für die sachgerechte Vergabe der Haushaltsmittel zur Förderung der gesellschaftspolitischen und demokratischen Bildungsarbeit eingesetzt, sagte die Ministerin. Rupp sei in den verschiedenen Gremien der Stiftung stets für die Vermittlung politischer Bildung für die zukünftige Generation eingetreten. Und mit großem Engagement habe er die Bildungsarbeit der Stiftung in den neuen Bundesländern begleitet, so Wagner.

Mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland solle Rupp für sein großes Engagement beim Aufbau in den neuen Bundesländern gedankt werden, so die Ministerin abschließend.

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